Geschichte

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Niederlibbach seit 1934

Die Informationen und Berichte sind aus den alten Schriften und Protokollbüchern entnommen und von den jeweiligen Schriftführern der Feuerwehr verfasst.
📜 Chronik

Vor 1934

Das erste Gründungsdatum einer Feuerwehr in Niederlibbach ist heute nicht mehr belegbar, jedoch sind noch Gerätschaften, wie z. B. ein Hydrantenwagen mit der Aufschrift „Niederlibbach 1902" vorhanden, die darauf hindeuten, dass eine ähnliche Institution bereits vor der Jahrhundertwende bestanden haben muss.

Diese Organisation war nach Aussagen älterer Bürger als Pflichtfeuerwehr organisiert. Demnach mussten aus jeder Familie, die Besitz hatte, die männlichen Familienmitglieder bei jedem Brand zusammenkommen und diesen bekämpfen. Desweiteren musste jede Familie einen „Feuereimer" besitzen und jedes Jahr wurden zwei Pflichtübungen abgehalten.

Bereits 1785 wurde es verboten, neue Häuser mit Stroh zu decken, da aufgrund der Strohdächer in dieser Zeit ganze Ortschaften innerhalb kürzester Zeit ein Raub der Flammen wurden. 1806 wurde schließlich in unserer Gegend eine Brandversicherungsanstalt gegründet, um die Not der geschädigten Familien zu lindern.

1934 – Neugründung

Am 15. Februar 1934 fanden sich 29 Männer aus Niederlibbach zu einer „Neugründung" der Freiwilligen Feuerwehr im Gasthaus „Zum Schützenhof" zusammen, darunter Hermann Barth, Willi Barth, Adolf Bietz, Wilhelm Bietz, Emil Dorn, Willi Dorn, Wilhelm Frankenbach, Gustav, Hermann und Karl Grund, Albert und Karl Heilhecker, Adolf und Wilhelm Hofmann, Alfred, Willi und Otto Kaltwasser, Wilhelm Kimpel, August Krämer, Karl und Willi Krieger, Hermann Limbarth (2×), Wilhelm Limbarth, Wilhelm Schäfer, Hermann Schmidt, Albert Weber, Willi Wingenroth und Eugen Ziß.

Im Gründungsjahr besaß die Feuerwehr 1 Hydrantenwagen, 1 Feuerspritze, 3 Feuerhaken und 2 Feuerwehrleitern. Der Hydrantenwagen ist das einzige noch im Besitz der heutigen Feuerwehr verbliebene Gerät aus dieser Zeit.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde schon drei Monate nach ihrer Neuorganisation auf ihre Einsatzbereitschaft geprüft. In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai 1934 brannte die Scheune von Adolf Heil, Strinzer Weg.

Nach 1945

Nach Kriegsende übernahm Emil Dorn die Aufgaben des Brandmeisters. Am 16. September 1946 versammelten sich im Gasthof „Zur guten Quelle" 26 Männer, um die Feuerwehr zu reaktivieren. Als nächstes großes Ereignis ist die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses am 14. Mai 1950 zu nennen. Im Jahr 1960 wurde die alte Feuerspritze verkauft; von dem Erlös beschaffte sich die Gemeinde eine Feuerwehr-Sirene, die auch heute noch auf dem Dach des Gerätehauses installiert ist.

1972 – Niederlibbach gehört zu Taunusstein

Nach dem Anschluss Niederlibbachs an Taunusstein musste die Feuerwehr neu aufgestellt werden. Vorstandsneuwahlen fanden am 15. Dezember 1972 statt. Herbert Grund gab das Amt als Vereinsvorsitzender und Wehrführer an Bernd Albus ab. Einen großen Fortschritt in Bezug auf Beweglichkeit brachte die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug).

Im Jahr 1989 wurde unsere Wehr mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Im Jahr 2002 konnte das neue TSF/W übergeben werden – nach langer Verschiebung aufgrund der angespannten Haushaltslage.

👨‍🚒 Wehrführer
Zeitraum Wehrführer Stellv. Wehrführer
1934 – 1945August Krämer, August Weber, Albert Weber
1946 – 1950, 1952 – 1955Emil Dorn
1950 – 1952Otto Heil
1955 – 1972Herbert Grund
1972 – 1988Bernd AlbusHerbert Grund
1988 – 1989Reinhard WagnerManfred Krieger
1989 – 1991Bernd AlbusManfred Krieger
1991 – 2002Horst HießManfred Krieger
2002 – 2013Horst HießUwe Müller
2013 – 2020Bernd BobakUwe Müller
2020 –Stefan UngethümUwe Müller
🚨 Historische Einsätze (1979 – 2011)
JahrDatumUhrzeitBeschreibung
197910.05.790:53Brand Holzstapel Hambacher Weg
198015.02.8020:20Verkehrsunfall Landstraße oberhalb Hambach
198015.04.800:33PKW-Brand Landstraße Richtung Strinz
198019.10.8110:35Kaminbrand Rheingoldstraße
198117.05.8123:10Scheunenbrand Hambacher Weg
198104.07.812:45Hilfeleistung Personensuche
198218.02.8219:30Brand Abfallcontainer Hennethaler Weg
198218.08.8223:24Waldbrand Faltersbach
198320.02.8315:20Scheunenbrand Rolandstraße
198323.08.8322:20Verkehrsunfall Richtung Hambach
198322.12.8319:50PKW-Brand Hambach
198509.08.8523:45Scheunenbrand Hambacher Weg
198627.02.866:42Wohnungsbrand Hambacher Weg 1
198630.03.8616:32Zimmerbrand (Kopiergerät) Siegfriedstraße
198612.04.8612:15Absturz Segelflugzeug
198702.03.8710:20Ausgelaufenes Heizöl Hauptstraße
198718.08.877:50Auspumpen Kellerräume Nibelungenstraße
1989Keine Einsätze
1990Keine Einsätze
1991LKW-Brand der Firma Zeiger; Waldbrand „Steinwald"; Feldbrand Strinz-Margarethä
1993Baumbrand zwischen Hambach und Niederlibbach
199426.10.94Strohballenbrand auf dem Gerems
199427.10.94Wasserrohrbruch Nibelungenstr.
1994Kaminbrand Nibelungenstr.
199520.02.95Ölschaden Ortsgebiet
199605.04.96Scheunenbrand Hambacher Weg
199621.04.96Waldbrand an den Klärteichen
199611.11.96Dieselspur Hauptstr.
199629.11.96Hilfeleistung umgestürzter Baum
199627.12.96Fehlalarm (angebl. Kaminbrand)
1997Kaminbrand Kurowski; Kellerbrand E. Bücher; Waldbrand Bürschkippel; Brand Papiercontainer; Waldbrand Hohe Laih; Kaminbrand Seel
199829.11.98Brand auf dem Kirchberg
200218.03.0219:50Baum auf Straße Hennethaler Weg
200221.03.0206:31Rauch in Heizungsraum, Cafe Baumann
200217.10.0217:5413 Bäume auf Straße Hennethaler Weg
200207.12.0200:18Türöffnung Rolandstr.
200302.01.0320:15Hambacher Weg, Keller überflutet
200323.01.0308:14Kaminbrand Hauptstr. 5
200319.02.0323:26Wohnwagenbrand, Kirchberg
2012 – 2021 → auf der Seite Einsatzabteilung
Die neueren Einsätze von 2012–2021 finden Sie auf der Aktive-Seite.
🚌 Ausflüge und Vereinsleben
1974 – Nahe / Hunsrück

Die Fahrt war ein großer Erfolg in Sachen Kameradschaft. Der Bus war mit über 50 Personen restlos besetzt. Das Wetter spielte an diesem Tage nicht mit. Abfahrt pünktlich 8:30 Uhr. Route: Wiesbaden – Mainz – Gau-Algesheim – Bad Kreuznach – Sobernheim – Kirn – Schloss Dhaun – Kellenbachtal – Gemünden – Rheinböllen – Bacharach – Rheinfähre – Lorch – Wispertal – Ramschied. Abschluss im Gasthaus „Zum Wispertal" in Ramschied.

1976 – Fränkische Schweiz (2-tägig)

Mit 63 Personen und einem großen Bus. Abfahrt 6:30 Uhr. Besichtigung Nürnberg und Teufelshöhle bei Pottenstein und Gößweinstein. Übernachtung in Waischenfeld. Heimfahrt über Bamberg und Mespelbrunn mit Abendessen in Niederjosbach.

1977 – Weserbergland (2-tägig)

60 Personen starteten am 7.5. um 6:30 Uhr. Route über Lollar, Marburg, Kassel nach Hann.-Münden. Besichtigung Sababurg, Wallfahrtskirche Gottsbüren. Tag 2: Kloster Corvey, Edersee. Rückkehr gegen 22:00 Uhr.

1978 – Sachsenhausen

Abendfahrt mit zwei Bussen nach Sachsenhausen. 18:15 Uhr Abfahrt, Rückkehr 24:00 Uhr. Gemütliches Bummeln in den Lokalen des Apfelweinzentrums.

1979 – Romantische Straße / Rothenburg o.T. (2-tägig)

Abfahrt 9.6.79 um 6:30 Uhr. Stadtführung Rothenburg, Übernachtung in Neusitz/Wachsenberg. Tag 2: Feuerwehrmuseum Waldmannshofen, Bad Mergentheim, Herrgottskirche in Creglingen (Riemenschneider-Altar). Rückkehr über Ginsheim gegen 22:00 Uhr.

1980 – Harz (2-tägig)

Zwei Busse, erste Rast in Alsfeld. Stadtführung Goslar, Übernachtung in Pöhlde. Tag 2: Rhumequelle, Bad Harzburg. Abschlussessen in Bechtheim, Rückkehr gegen 22:00 Uhr.

1981 – Schwarzwald / Elsass (2-tägig)

Fahrt über Karlsruhe, Breisach, Colmar, Ribeauvillé, Riquewihr (Elsass), Übernachtung in Lautenbach im Schwarzwald. Tag 2: Straßburg, Elsässische Weinstraße nach Norden, Abschluss in Oberotterbach. Rückkehr gegen 22:00 Uhr.

1982 – Sauerland (2-tägig)

Über Westerwald (Töpferei Höhr-Grenzhausen), Wilnsdorf, Tropfsteinhöhle Attendorn nach Kirchhundem-Heinzberg. Tag 2: Hochwildpark Sauerland, Biggesee-Rundfahrt. Abschluss in Elz bei Limburg, Rückkehr 21:00 Uhr.

1983 – Vulkaneifel (2-tägig)

64 Teilnehmer. Soonwald, Mosel, Eifel, Maare Totenmaar/Schalkenmehrenermaar. Übernachtung Gillenfeld. Tag 2: Glockengießerei Breckscheid, Hirschpark Daun. Rückkehr gegen 22:00 Uhr.

1983 – Weinprobe Martinsthal

42 Personen, Abfahrt 18:15 Uhr. Weinschänke Kessler in Martinsthal – 13 Weine präsentiert, darunter eine Beerenauslese. Rückkehr Mitternacht. Busfahrt vom Verein finanziert.

1984 – Winkel

53 Personen, Abfahrt 17:00 Uhr. Hotel und Weinhaus Merscheid in Winkel, singender Wirt „Schorsch-Eger". Rückkehr 0:30 Uhr.

1986 – Pfalz (2-tägig)

55 Teilnehmer. Über Hochspeyer, Wieslautern. Besichtigung Erzbergwerk Nothweiler. Tag 2: Burg Berwartstein, Mittagessen Erlenbach, Bad Dürkheim. Abschluss in Beuerbach, Rückkehr 20:30 Uhr.

1988 – Abendfahrt Sachsenhausen

Ca. 45 Personen, Abfahrt 18:30 Uhr. Gemütliche Gruppen durch Sachsenhausen, Treffpunkt 00:30 Uhr zur Heimfahrt.

1990 – Ahrtal (2-tägig)

48 Personen. Frühstück an der Lahn, Marksburg, Ahrweiler. Ausflug Nürburgring, Kloster Maria Laach. Abendprogramm vom Winzerverein. Tag 2: Schützenfest. Rückkehr gegen 20:00 Uhr.

1991 – Abendfahrt Düsseldorf

Aktive in weiblicher Begleitung, Abfahrt 17:00 Uhr. Abendessen und Altbier an der „längsten Theke der Welt". Rückkehr gegen 5:00 Uhr.